Wenn es um Naturschutz geht im Konflikt mit Abbau von Bodenschätzen, sind Grüne natürlich dabei. In der interessierten Gruppe bei der BUND Naturschutz-Führung am Gelände des geplanten Sandabbaus war deshalb unserer Ortsverband deutlich vertreten.
Dieter Pletz und Miranda Bellchambers vom BN erklärten zusammen mit Aaron Mühlendyck von der BI Sandabbau die Pläne der Firma.

Wir waren beeindruckt von den Informationen des engagierten Forstingenieurs Burkhard Reuter.

Ein paar Aspekte daraus:
- Der geplante Sandabbau könnte die Nutzung des Bodenschatzes Sand ermöglichen. Davon würde vor allem die Abbau-Firma mit einem enormen wirtschaftlichen Gewinn profitieren. Für die Altdorfer Bevölkerung und den Wald mit all seinen unzähligen Lebewesen dagegen wäre das ein großer Verlust.
- Die Kiefern an diesem Standort sind sehr stabil. Sie haben besondere Fähigkeiten, auch mit wenig Wasser auszukommen.
- Sandabbau (geplant bis weit unter den Grundwasserspiegel) würde den Grundwasserspiegel so verändern, dass es im weiteren Umkreis für die Bäume nicht mehr erreichbar wäre, sie würden absterben.
- In einem kleinen Wasserkreislauf geben Laubbäume Feuchtigkeit über die Blätter ab – das kühlende Klima war bei der Superhitze unmittelbar spürbar.
- Es gibt dort besonders seltene und wertvolle Flechten.
- Beim Laufen durch den Wald hört man die Zunahme des Lärms bei Annäherung an die Autobahn – und damit den Lärm, der bei Abholzung des Waldes für den Sandabbau die Bevölkerung von Ludersheim und Ungelstetten erreichen würde.
- Während sich jetzt der Wald durch Samenflug selbst erneuert und im Schatten der großen Bäume Sämlinge gut nachwachsen, wäre eine „Rekultivierung“ in 30 Jahren beim prognostizierten Temperaturanstieg auf schattenloser Fläche völlig unrealistisch.

Danke dem BUND Naturschutz für das lebendige Wissen.
Danke auch an die BI Rettet den Röthi für das anhaltende Engagement!
Wir unterstützen weiter den Kampf um diesen wertvollen Wald!
