„Der Westen hat keine Ahnung…“ Eindrücke von der Lesung mit dem Sachsen Jakob Springfeld

📖Nach einer Beschreibung seiner Jugend in Zwickau in seinem ersten Buch “Unter Nazis” hat der 24jährige Jakob Springfeld in seinem zweiten Buch “Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert” über den anwachsenden Rechtsextremismus, Ost-West-Perspektiven und unsere Möglichkeiten als Zivilgesellschaft nachgedacht. Die Buchpassagen und seine weiterführenden Gedanken waren sehr anregend.

Besonders wichtig fanden wir diese Gedanken:

Das „Verantwortungs-PingPong“ führt uns nicht weiter: Rechtsextremismus ist kein „ostdeutsches Problem“, auch kein ländliches, kein rein gesellschaftliches ohne Beteiligung der Politik. Viele Menschen in Westdeutschland (auch wir in Altdorf?!) fühlen sich auf einer demokratischen Insel – und sehen nicht, wie auch hier Rechtsextreme Hakenkreuze auf Kirchenmauern schmieren oder Demos organisieren. Wir müssen auch vor der eigenen Haustür hinschauen. 👀🏠

Über Ängste und Gefühle zu sprechen, ist keine Schwäche. Im Gegenteil. Wenn wir darüber sprechen, merken wir, dass wir nicht alleine sind. Das unterscheidet uns von der rechtsextremen Haltung.🤝

→ Und vielleicht einer der stärksten Gedanken des Abends: Wir dürfen den Rechten unsere Orte nicht überlassen. Nicht Zwickau. Nicht Pfaffenhofen. Auch nicht Altdorf!✊🌈💚

Demokratie bedeutet, sich einzumischen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gemeinsamkeiten zu finden und aktiv zu werden. Gerade dann, wenn es unbequem wird. 🗣️🤝

Wir nehmen aus dem Abend vor allem eines mit:
Wir müssen unser antifaschistisches Wir sichtbar machen und gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde einstehen. 🫶🏽🌍✊

🙏 Danke an Die Linke Altdorf für die Organisation dieser anregenden Veranstaltung !

🙏Und danke, Jakob Springfeld, für die ehrlichen Worte, die Denkanstöße und den Mut, auch über schwierige Themen offen zu sprechen. 💚