Klimaradeln: Klimaschutz kann Spaß machen

Ein Rekordtag bei Rekord-Mai-Sommerwetter: Am 2.Mai waren wir schon beim der gemeinsamen Abfahrt in Altdorf 20 Menschen – 4 mal so viele wie vor einem Jahr.
In Winkelhaid, unserem offiziellen Startpunkt, kamen um die 70 zusammen, am Zielort Lauf waren es dann über 300.

Bei der Begrüßung in Winkelhaid bedankte sich Andreas Sperling für den Feuchter Verein Mobishare bei den Teilnehmenden, dass sie so die Botschaft bestärken: Wir brauchen Klimaschutz!

Andreas Sperling steht mit Fahrradhelm und Mikrofon am Eingang des Rathaus und begrüßt die Klimaradler*innen.

Die Strecke von Winkelhaid nach Lauf war gut zu fahren, teils auf kleinen Sträßchen, teils auf größeren Straßen, teilweise auch auf Fahrradwegen. Dabei war zu erleben, wie leicht und schön doch der Weg von Altdorf nach Lauf mit dem Rad möglich ist.
Für das Anliegen des Tages, für Klimaschutz mit dem Rad zu demonstrieren, haben wir allerdings bei den Organisator*innen angeregt, fürs nächste Mal eine Route zu wählen, die diese Botschaft besser öffentlich sichtbar machen kann.

Auf der Laufer Heldenwiese wurde es dann voll mit Gruppen aus allen Himmelsrichtungen.

Viele Radler*innen stehen abfahrtbereit auf der Heldenwiese, unter blauem Himmel.

Bei der Fahrt durch Lauf konnten wir die neue Fahrradstraße vor den Schulen „erfahren“ und die bedarfsgesteuerte Ampel sehen, die bei herannahenden Rädern auf Grün schaltet. Weiter ging es über den neuen Schul-Fahrradweg über die Heldenwiese. Bei einer Ehrenrunde über den Marktplatz konnten wir direkt den Unterschied zwischen dem autobesetzten unteren und dem autofreien oberen Markt erleben.

Marktplatz Lauf: vor alten Häusern stehen viele Fahrräder abgestellt, Menschen laufen zur Kundgebung

Die Kundgebung eröffnete Michael Groß, Geschäftsführer der Caritas. Er beschrieb die Botschaft des Tages mit einfachen Worten: Fahrradfahren ist keine Qual, sondern macht Spaß, ist billiger, gesünder und schützt das Klima.

Der Laufer Bürgermeister Thomas Lang bekräftigte dies mit Zahlen vom Umweltbundesamt: Für jeden Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto sparen wir 166 Gramm CO2, was bei einem täglichen Weg von 5 km im Jahr 365 kg Einsparung ergibt – eine beträchtliche Summe. Wenn man bedenkt, dass das Auto in 40% der Fälle für Fahrten unter 5 km genutzt wird, kommt es darauf an, neue Gewohnheiten zu schaffen.

Tobias Schäfer vertrat als Dekan die evangelische Kirche, die von Anfang an das Klimaradeln unterstützt hat. Er hielt sein Versprechen, keine Predigt zu halten: So wie er im Glauben an einen Schöpfergott die Erde als anvertraut sehe, müsste auch mit reinem Egoistismus klar sein, dass wir unsere Lebensgrundlagen schützen müssen. Dabei benannte er engagiert und realistisch Einsatz und Probleme, die auch die Kirche gerade erlebt: Nach der Entscheidung für Klimaneutralität, wird deutlich, was für eine große Aufgabe das ist – mit vielen Gebäuden und immer weniger Geld und Personal.
Für ihn ist Klimaradeln die Ermutigung: Klimaschutz ist möglich!

Tobias Schäfer am Rednerpult, links daneben halten 2 Frauen ein Banner: Auf dem Banner hält links eine Frau ein Schild „Für Klimaschutz / der allen nutzt“, rechts daneben die Sätze: „Wer viel Geld hat, muss viel Klima schützen“ und „Klima schützen heißt Hunger bekämpfen“. In der Ecke klein das Zeichen der Caritas.

Monika Hänelt sorgte als Öffentlichkeitsbeauftragte des ADFC erst einmal für Applaus für die vielen mitgefahrenen Kinder und ihre Eltern. Sie benannte die vielen gefährlichen Radweglücken, beispielhaft die Strecke Fischbach-Birnthon, wo es trotz des Todes eines Radfahrers bis heute weder Radweg noch Tempolimit gibt.
„Straßen für Autos werden schneller gebaut als Radwege“ zitierte sie den langjährigen Altdorfer Kreisrat Horst Topp, der sich sehr für Radverkehr eingesetzt hat. Er will das auch weiter tun – was er mit seinerm Teilnahme am Klimaradeln zeigte.
Am Schluss leitete sie zur Forderung „Mehr Platz fürs Rad – “ die Menge an zum lauten Antwortruf : „ – JETZT!“

Schließlich eröffnete Landrat Armin Kroder das 3wöchige Stadtradeln – „Das wird die Welt nicht retten, kann aber große Themen in den Alltag übersetzen“.

Beim Rückweg nach Altdorf war die Gruppe kleiner, der Spaß aber nicht! Wir haben gemeinsam den Frühling genossen – und eine fröhliche Einkehr am Weg.

Die Radelgruppe mit 6 Menschen steht mit ihren Rädern lachend und mit erhobenen Armen vor dem Scherauer Weiher, der Himmel und das Wasser sind blau

Auch wir danken allen, die aus Altdorf unserer Einladung zur gemeinsamen Fahrt gefolgt sind.
Wieder eine Aktion, die gezeigt hat: Klimaschutz kann Spaß machen!
Und wir laden ein, sich unserem Team „Die Grünen Altdorf“ beim Stadtradeln anzuschließen.
Hier kann man sich registrieren:
https://www.stadtradeln.de/registrieren