Die „Grünen Wege“ im Nürnberger Land führten uns dieses Jahr in eine wunderschöne Gegend, aber an einen zugleich ernsten Ort:
Hersbruck mit den KZ-Gedenkstätten.
„Leicht“ wie angekündigt war der Weg physisch schon, vor allem mit guten Schuhen und Regenjacken. Aber innerlich dann doch nicht wirklich ein leichter Weg:
Denn die Er-innerung an die unfassbare Qual tausender Häftlinge im KZ Hersbruck ging unter die Haut: Sich vorzustellen, dass Menschen ohne brauchbare Kleidung in Kälte und Hitze, Regen und Eis den steilen Berg hoch- und dann hineingetrieben wurden, ausgehungert und völlig entkräftet Schwerstarbeit leisten mussten…
Und sich dann vorzustellen, dass die Menschen aus den Dörfern mit der Erschießung bedroht wurden, wenn sie den entstellten Gestalten, die sich täglich mehrere km durch die Stadt schleppten, nur eine Semmel geben wollten…
Danke an Julia Oschmann vom Verein „Dokumentationsstätte KZ Hersbruck“ für diesen bewegenden Einblick in das Grauen der Naziherrschaft – und in die wertvolle Erinnerungsarbeit.
Natürlich ändert das Wissen und Nachempfinden nichts an dem, was war.
Aber es nimmt die Opfer in unsere Mitte.
Und es rüttelt uns wach, uns mit allen unseren Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass so etwas NIE WIEDER geschieht.
Diesen Grünen Weg miteinander gegangen zu sein, hat auch die Teilnehmenden in besonderer Weise verbunden und damit gestärkt.