„Es ist gut, wenn jemand auch eine andere Meinung sagt!“ – Ortsbesuche in Weinhof und Pühlheim

Auch in Weinhof und Pühlheim hatten die Altdorfer Grünen persönlich zur Wahlveranstaltung eingeladen. Wie zu erwarten war die Stromtrasse das erste Thema. Bürgermeisterkandidat Dieter Pletz konnte versichern, dass die Stadt, der BN und die Parteien alles ihnen Mögliche unternommen hätten . „Jetzt müssen die Behörden unsere durchaus gewichtigen Argumente prüfen!“ Zum geplanten Sandabbau brachte er gute Nachricht: Auf Antrag der Grünen hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, mit neuen Erkenntnissen und vereinten Kräften gezielt zu versuchen, das Gebiet doch noch aus dem Regionalplan nehmen zu lassen. Spitzenkandidatin Anni Blüml, von Anfang an engagiert in der Stromtrassen-BI, versicherte, dass die grüne Fraktion hinter der betroffenen Bevölkerung stehe und die vorgelegte Planung ablehne. Sie will bei allen Themen „nicht nur auf die nackten Zahlen, sondern auch auf Menschen schauen.“

Das Thema Verkehr wurde nicht nur von mehreren Kandidierenden wie Sonja Ständner und Oliver Ludewig in bezug auf Mobilität besonders für Kinder, Jugendliche und Familien angesprochen, sondern auch in den gestellten Fragen. In Weinhof kamen Klagen zur Riegerkreuzung, hauptsächlich der Rückstau bis Weinhof und die fahrradunfreundliche Ampelschaltung. Dieter Pletz will dies als Bürgermeister „in den ersten 100 Tagen“ über Veränderungen von Ampelschaltung und Spurführung angehen. Auch für Temporeduzierungen setze er sich ein – damit es nicht nochmal einen Unfall braucht wie jetzt zwischen Weinhof und Penzenhofen, um Tempo 70 einzuführen. Tempo 30 innerorts sei für Kommunen leichter einzurichten – wie bei vielem: „Man muss nur wollen“.

Dem Pühlheimer Anliegen, bei Windanlagen die betroffenen Anwohner am Ertrag zu beteiligen, stimmten die Grünen voll zu: Sie setzen auf Erneuerbare Energien in lokaler Bürgerhand. Sorgen wegen Bodenbelastungen unter Windrädern will der Naturschützer Dieter Pletz klären.

Auch wenn manche Beiträge forsch klangen – die Runde war sich einig:
„Es ist gut, wenn jemand auch eine andere Meinung sagt!“
Ortssprecherin Susanne Pannewick ergänzte: „Wir suchen mit allen das Gespräch, die dazu bereit sind – auch wenn wir in der Sache Lösungen und Parteien ablehnen, die Grundrechte missachten.“

Einige konkrete Fragen und Vorschläge nahmen die Grünen gerne mit – der Stadtrat ist schließlich auf lokales Wissen und Ideen angewiesen.