Eine „Hochzeit“ mithilfe eines Krans ist bei der Ludersheimer Firma Fahrzeugbau Meier seit dem Umzug in die neuen Gebäude möglich: Seitdem können die im Obergeschoss gefertigten Fahrzeugaufbauten viel leichter als in den alten Hallen mit den umgebauten Fahrgestellen in der unteren Halle zusammengeführt werden. Im Fachjargon wird das „Hochzeit“ genannt.

Auch andere Verbesserungen erklärten die Geschäftsführer Alexander und Matthias Meier bei einem Firmenbesuch von Dieter Pletz mit grünen Stadtratskandidat*innen.
+ Ökologischer ist die Energiegewinnung und Heizung mit Hackschnitzeln in Verbindung mit einer besseren Dämmung.
+ Arbeitserleichterungen ergeben sich durch die Anlieferung der Fahrgestelle auf dem eigenen Gelände statt auf der Straße. Auch die Arbeitsplätze der 140 Mitarbeitenden konnten im neuen Gebäude effektiver gestaltet werden.
+ Für Angestellte mit Behinderung ist das Gebäude eingerichtet (mit Behindertentoilette und Aufzug).

Entstanden war die Geschäftsidee in der Garage der Familie Meier, als der Vater den Familienurlaub durch Reparaturen von Unfall-Wohnwägen und Wohnmobilen ermöglichte.
Seit 2001 produziert die Firma pro Jahr ca. 800 LKW-Chassis-Umbauten zu Luxus-Wohnmobilen, die nach individuell vorbestellter Ausstattung verkauft werden. Hier ist das meiste Handarbeit.


Beim Bemühen um umweltschonende Produktion stoßen die Gebrüder Meier allerdings an ärgerliche Grenzen:
– z.B. kann der überschüssige Strom der im städtischen Bauplan vorgeschriebenen PV-Anlage nicht ins Netz eingespeist werden.
– Familie Meier will das durch den angeschafften eigenen Batteriespeicher lösen. Aber dessen Anschluss ist auch leider „kompliziert“.
– Die Idee, den Sonnenstrom über eine E-Ladestelle für LKW in Autobahnnähe nutzen zu können, ist bisher an den erforderlichen Genehmigungen gescheitert.
– Wegen horrender Mehrkosten von 200.000 Euro für einen E-LKW anstelle des üblichen dieselbetriebenen sieht sich die Firma auch nicht zu einem ökologischeren Fuhrpark in der Lage.
Nach Rückgang der Verkaufszahlen von Luxusmobilen erweitert die Firma Meier ihr Angebot auf kommunale Sonderfahrzeuge. Bürgermeisterkandidat Pletz würde sich als Verwaltungschef stark dafür einsetzen, dass über differenzierte Ausschreibung nicht nur auf den Preis geschaut, sondern auch mehr Wert auf lokale Wertschöpfung, Qualität, Serviceleistung und Reaktionsgeschwindigkeit gelegt wird.