Bei der Vorstellung der grünen Stadtratskandidierenden in Rasch erzählten einige von ihren persönlichen Verbindungen nach Rasch, als Wahlheimat oder Anbindung der Kinder im Sportverein oder der Kirchengemeinde. Damit spiegelten sie wider: Rasch ist ein attraktives Dorf! Besonders Stadtratskandidatin Petra Spieß beschrieb ihre Verbundenheit mit diesem „tollen Ort“.

Auch die Rascherin Margit Kiessling, langjährige Vertreterin der Dorfinteressen im Stadtrat und Kreistag, erklärte: „Ich will mich weiter auf Kreisebene hartnäckig für Rascher Themen einsetzen!“

Dann ging es um Fragen der Anwesenden.
Schnell entstand eine angeregte Diskussion zu Verkehrsfragen. In Rasch selbst macht der Südhang manches schwerer: Für Radelnde, besonders Kinder, sind alle möglichen Wege von und nach Altdorf gefährlich. Auch das Busfahren ist für den Südhang durch den steilen Weg zur Bushaltestelle mühsam.
Dieter Pletz will weiter mit nach einer realistischen Lösung suchen.
Zum Stadtgebiet am die Frage: Was sind grüne Lösungsideen zur nervigen Riegerkreuzung? Dieter Pletz nannte Veränderungen von Ampelschaltung und Spurführungen, die die Verkehrsrichtung um die Stadt herum statt in die Innenstadt bevorzuge. Allerdings stellte er klar: „Nur mit einem umfassenden Verkehrskonzept auch für die anderen Knotenpunkte können wir eine wirkliche Veränderung bewirken.“
Das grüne Team setzt außerdem auf die Stärkung der Mobilität mit Rad und Bussen, um den lästigen Autostaus entgegenzuwirken.
Am Beispiel seiner Selbsterfahrung mit dem Rollstuhl in der Innenstadt betonte Pletz, dass gute Ideen nicht reichen, wenn sie nicht bis zu Ende durchdacht werden – wie manche Furt oder Radweg, die dann doch wieder im Nichts enden oder zu wenig beachtet werden.
Auf die Frage nach dem genauen Stand zum Bürgerentscheid zum Gewerbegebiet Ost informierte Dieter Pletz: Ein Bürgerentscheid hat nur 1 Jahr rechtliche Bindung.
Sein Schluss aus der Abstimmung aber ist nachhaltiger: „Wenn die Bevölkerung anders abstimmt als der Stadtrat, muss man offensichtlich die Bevölkerung bei solchen Projekten mehr einbeziehen!“
Schließlich ergab die Nachfrage von Stadträtin Anni Blüml nach den realen Erfahrungen mit dem Mountainbike-Parcour in Rasch:
Die aufgeheizte Stimmung bei der Planung ist wohl aus der Unsicherheit und Verärgerung entstanden, dass das Vorhaben dem Dorf „einfach hibatzt“ worden ist. Mit einer offenen, „vernünftigen“ Kommunikation kann vielleicht in Zukunft ein solcher Konflikt im Vorfeld vermieden werden?!
Sowohl Kandidierende wie Wahlberechtigte waren sich einig:,
An diesem Abend ist ein anregender Austausch für alle gelungen!
