„Nie wieder ist jetzt!“

Unter diesem Motto strömten am 8.Februar geschätzt 30.000 Menschen nach Nürnberg – auch aus Altdorf. Als Mitglied der Allianz-gegen-Rechtsextremismus hatten auch die Altdorfer Grünen den Aufruf verbreitet und zu einer gemeinsamen Fahrt eingeladen.

Als Vorbereitung konnte man vormittags an unserem Wahlstand Kartons als Mauersteine für die Brandmauer beschriften. Wer sie nicht selber mitnehmen konnte, gab sie uns mit auf die Fahrt.



Schon in Altdorf füllte sich die SBahn mit Menschen, Fahnen, Schildern und Mauersteinen.




Wie ermutigend, wirklich spüren zu können, was später mehrere Redner*innen betonten: WIR SIND MEHR! Deutschland geht auf die Straße – für unser Land und seine demokratische Verfassung.
Gekommen ist ein bunter Haufen Vielfalt:


Hier einige kreative Demoschilder:


Geboten waren dann engagierte Reden:

Einig waren sie sich in der Kritik an den öffentlichen Diskussionen der letzten nach der schrecklichen Gewalttat von Aschaffenburg:

  • „Statt Innezuhalten gibt es sofort populistische Reaktionen…Ein psychisch kranker Mensch verübt ein Attentat – und es werden Menschengruppen als schuldig auserkoren. Das ist menschenfeindlich und rassistisch.“ (Stephan Doll, Allianz-Vorsitzender)

  • „Die Opfer von Aschaffenburg brauchen Mitgefühl, nicht leere Worte.“
    (Elisabeth Hann von Weyhern, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Nürnberg und stellv. Vorsitzende der Allianz)

  • „Wir reden über Migration, statt über psychosoziale Versorgung.“
    (Ki´luanda, Sängerin)

  • „Es ist unfassbar schäbig, den Mordanschlag von Aschaffenburg für Wahlkampf zu missbrauchen.“ (Christian Springer, Kabarettist)

Damit verbunden ist ein Bekenntnis zu Vielfalt und Solidarität:

  • „Wir lernen voneinander und können Blickwinkel austauschen.“
  • „Bei den über 6.000 MA der Rummelsberger sind 80 Nationen vertreten.“
    (Sabine Weingärtner /Präsidentin und Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Bayern)

  • „Es geht die ganze Zeit um Migration.
    Aber: Arm und Reich – das ist unser Problem!“
    „Wir sind ein Hochsteuerland – aber nur für kleine und mittlere Einkommensgruppen.“
    (Bernhard Stiedl /Vorsitzender DGB Bayern)

Mit ungewohntem Ernst, aber gewohntem Engagement erzählt als Hauptredner Kabarettist Christan Springer seine Beobachtungen und zieht daraus klare Schlüsse.


z. B. zeigt für ihn die Rede von Björn Höcke („eine Mischung aus Goebbels und Dorfdepp“) in Aschaffenburg kurz nach der Gewalttat Grundsätzliches: Höcke spricht mehrfach von einem toten Mädchen – das getötete Kind ist aber ein Junge: „Die AfD interessiert sich 0,0 für Menschen, sondern nur für Hass und Hetze.“ 

  • „Ausländerhass entsteht auch ohne Ausländer und Straftaten – es ist die Suche nach einem Sündenbock.
    Das hatten wir schon einmal…“


Wir schließen uns seinem Wunsch zum Abschied an:
„Eine tolle liebevolle Zukunft – ohne AfD!“


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